Morchel
Sitzmorchel, Speisemorchel
Spitz-Morchel (Morchella elata, Syn. M. conica), braun, graubraun, eher dunkle Kopffarbe
Speise-Morchel (Morchella esculenta), beige sandige Kopffarbe
Käppchen-Morchel (Morchella semilibera), vergleichsweise kleiner Kopf – viel Stiel wenig Kopf
Rindenmulch-Spitzmorchel, auf 1-jährigem Rindenmulch
Standort: mag es windgeschützt, Auwälder (bester Geschmack), gern in der Nähe von Eschen, Streuobstwiesen (Speisemorchel) , Nadelwälder, alte verwilderte Ruinengrundstücke, alte Holzlagerplätze, Kalk-haltige Böden, standorttreu mit Pausenjahr(en) – außer die Rindenmulch-Spitzmorchel
Zeiger: Bärlauch, Efeu, Buschwindröschen, Schlüsselblume, Scharbockskraut, Schuppenwurz, Pestwurz
Giftige Verwechslungspartner: Frühlingslorchel und Zipfellorchel (sehr selten), beide deutlich weniger konisch/eiförmig definierte Kopfform als die Morcheln – “unregelmäßiger”, beide innen (Querschnitt) nicht schlauchartig hohl wie die Morchel
Küche: sehr aromatisch, einer der besten Speisepilze, roh unverträglich (Gyromitrin) – mind. 5 Minuten kochen/braten oder 6 Monate trocknen. In äußerst seltenen Fällen wird die Morchel nicht vertragen – es entsteht eine Art Trunkenheitsgefühl oder Benommenheit (“Morchella Syndrom”), allerdings keine gesundheitliche Beeinträchtigung.
Morcheln halbieren, 5 Minuten anbraten und dann beliebig als würziges/signifikantes Element beigeben.
Aufbewahrung: am besten getrocknet, nicht roh einfrieren