Ackerschachtelhalm
Zinnkraut, Katzenwedel, Scheuerkraut
Schachtelhalm (Equisetum arvense, horsetail), Schachtelhalmgewächse
Standort: Äcker, Wegränder, Böschungen
Inhaltsstoffe: Kieselsäure (Silizium), Kalium, Flavonoide, Saponine
Giftiger Verwechslungspartner: Sumpfschachtelhalm (wächst im Gegensatz zum Ackerschachtelhalm nur in auffällig feuchten/nassen Bereichen – Feuchtwiesen, an Bächen), Winterschachtelhalm (Wuchsform nicht verzweigt)
Tee (Infus) (Kieselsäure wird nicht herausgelöst): entgiftend, hilft bei chronischem Husten, Inkontinenz, Harnwegsentzündungen, Harn- und Blasenstein, Gicht und Rheuma, spült die Niere (ohne den Elektrolythaushalt zu stören), Prostatabeschwerden
1 Handvoll oder 2 EL getrockneten Schachtelhalm mit 0,5 Liter köchelndem Wasser aufgießen
3 Wochen lang 3 x täglich 1 Tasse trinken
Tee (Abkochung) (Kieselsäure wird herausgelöst): stärkt Bindegewebe, Haut, Nägel, Haar, Knochen und Sehnen, beschleunigt die Heilung von alten Wunden und Knochenbrüchen (letzteres gern in Kombination mit Beinwell), hilft bei Krampfadern und Arterienverkalkung, Gelenkschmiere aufbauend
1 Handvoll oder 2 EL getrockneten Schachtelhalm in 0,5 Liter Wasser für etwa 25 Minuten köcheln
Regelmäßig zur Stärkung und Aufrechterhaltung trinken.
Gurgel-Tee: zur Behandlung von Mandelentzündung
Tee (Infus) herstellen und gurgeln statt trinken.
Bad: stärkt das Bindegewebe, hilft bei Fisteln, schlecht heilenden Wunden, Frostbeulen, Krampfadern, Schleimbeutelentzündungen, Ekzemen, Hautausschlägen und Scheidenpilz
2 Handvoll getrockneten Zinnkraut in 5 Liter Wasser geben, 7 Stunden stehen lassen, danach für ca. 25 Minuten köcheln und dem Badewasser beigeben. Die genannten Wirkungen treten erst bei regelmäßiger Verwendung ein.
(Teil-) Bad: bei Nagel- oder Fußpilz, blutstillend bei akut blutenden Wunden,
Umschlag: bei Leberkoliken, Hautgeschwüren und schlecht heilenden und infizierten Wunden
Gedünsteten Schachtelhalm in ein Tuch packen und dieses Päckchen über Nacht auf den betroffenen Stellen einwirken lassen.
Gel: stärkt das Bindegewebe, hilft bei Fisteln, schlecht heilenden Wunden, Frostbeulen, Krampfadern, Schleimbeutelentzündungen, Ekzemen, Hautausschlägen, Leberkoliken und Hautgeschwüren
Tee (Infus) herstellen (z.B. 2 EL Schachtelhalm mit 150 ml Wasser) und mit Quittensamen (oder Agar Agar) gelieren. Danach die Quittensamen herausnehmen. Im Kühlschrank ist das Gel 2-3 Tage haltbar. Danach muss ggf. neues Gel hergestellt werden.
Küche: Die starr-strohigen Kränze am Stiel entfernen, dünsten und dann wie Spargel zubereiten: Butter, Salz, Gewürze.
Pulver: als wertvolle Beigabe zu Essen, Salaten oder Smoothies usw. Zinnkraut trocknen, zerkleinern und anschließend in der Kaffeemühle zu Pulver verarbeiten. Jährlich neu herstellen.
Garten: Schachtelhalmjauche stärkt als Dünger die Pflanzen (Kieselsäure) und hält viele Fressfeinde fern (Raupen, Insekten). Gießen zum Düngen, spritzen gegen Fressfeinde.
1 kg Schachtelhalm auf 10 Liter Wasser, abdecken, am besten in die Sonne stellen, alle 2 Tage umrühren, nach 3 – 4 Wochen kann die Jauche verwendet werden (wenn keine Blasen mehr entstehen). Achtung stinkt! Absieben und in Flaschen/Gläser abfüllen für spätere Verwendung.