Braunwurz
Knoten-Braunwurz, Mönchspalast
Braunwurz (Scrophularia nodosa), Rachenblütler
Standort: Mischwald, Weg- und Grabenränder, Kahlschläge
Inhaltsstoffe: Saponine, Flavonoide, Herzglykoside, organische Säuren
Tee (Wurzel): bei Lymphstau, geschwollenen Drüsen, zur Stärkung von Niere und Blase, regt Stoffwechsel und Bauchspeicheldrüse an
Für 1 Tag: 2-3 TL getrocknete Wurzel 6 h in 0,5 Liter kaltem Wasser ausziehen, anschließend 5-10 Minuten kochen, Anwendung mindestens 3 Tage
Tee (Kraut): blutreinigend, hilft bei Ekzemen, Rheuma, geschwollenen Lymphknoten, Schuppenflechte
Für 1 Tag: 1-2 EL getrocknetes Kraut mit 0,5 Liter heißem Wasser aufgießen, Anwendung mindestens 4 Tage
Salbe (Kraut): bei Ekzemen und Hämorrhoiden
Salbe (Wurzel): bei geschwollenen Lymphknoten
Für 50 ml: zerkleinerte Pflanzenteile in 35 ml Jojobaöl in einem Glasgefäß im Wasserbad für 3o min erhitzen (nicht kochen – keine kleinen Bläschen). Fortwährend ruhig rühren. Abfiltern (Kaffefilter) und Pflanzenteile mit einem Tuch auswringen. 5 g Bienenwachs (ein gelbes, kein weißes) und 10 g Nussfett oder Kakaobutter dazugeben. Das zusammen nochmals solange vorsichtig erhitzen bis eine homogene Flüssigkeit entstanden ist. Dann in ein trockenes Gefäß abfüllen und erst nach dem Abkühlen verschließen. Kühl und dunkel aufbewahrt ist die Salbe etwa 3 Jahre haltbar (Haltbarkeit ist abhängig vom verwendeten Öl).
Im Idealfall verwendet man einen vorher hergestellten Ölauszug aus Braunwurz (alle Pflanzenteile).
Das Rezept ist variabel. Apothekenübliches Lanolin (“Wollfett”) sollte jedoch nicht zur Herstellung von Salben mitverwendet werden.